Der deutsche Journalistinnenbund und das Forum Politik und Gesellschaft der Friedrich-Ebert- Stiftung Berlin führten im Januar 2003 eine Fachtagung durch zur geschlechtergerechten Sprachverwendung in der journalistischen Praxis. Hierbei wurde u.a. sehr deutlich, dass sprachliche Formulierungen, die Personengruppen betreffen, über die innersprachliche Bedeutung hinaus wesentliche Funktionen haben: Sie verweisen auf die Sorgfalt der Recherche und stellen somit ein wesentliches Merkmal journalistischer Qualität dar. Ebenso sind sprachliche Formulierungen Instrumente gesellschaftlichen Handelns: Sprache kommuniziert Sachverhalte und Inhalte, sie vermittelt, festigt und/oder verändert Einstellungen und Wertungen, sie stört oder hält Beziehungen aufrecht, sie identifiziert Menschen, schließt sie aus bzw. kann sie diskriminieren. Hierbei kommt insbesondere den Personenbezeichnungen eine hohe Bedeutung zu: Das Nicht-Benennen einer Person kann bedeuten, dass sie nicht gemeint war, mit einer anderen Person verwechselt wurde, überhaupt nicht wahrgenommen oder sogar absichtlich übersehen wurde. Der vorliegende Bericht fasst die wesentlichen Tagungsergebnisse zusammen und gibt Anregungen, wie diese Erkenntnisse in der schulischen Praxis Anwendung finden können, insbesondere im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Projektes „Zeitung in der Schule“. Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.
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